Die N1 war mit 105 m Höhe die größte je gebaute sowjetische Rakete und in ihren Abmessungen und ihrer Startmasse vergleichbar mit der Saturn V. (…) Da das gesamte Programm unter strengster Geheimhaltung ablief, erhielt die N1 in der Öffentlichkeit niemals eine offizielle Bezeichnung. Die gelegentlich in verschiedenen Publikationen erwähnten Namen Gerkules (russisch für Herkules), Raskat (Läuten), Lenin, Nauka (Wissenschaft) oder Gigant sind spekulativ. (…) Die N1 hat schließlich keinen Flug erfolgreich absolviert. Alle vier Testflüge zwischen 1969 und 1972 endeten mit Abstürzen – noch vor dem Zünden der zweiten Stufe bzw. dem unmittelbar danach erfolgenden Brennschluss der ersten Stufe. (…) Die Pläne für eine bemannte sowjetische Mondlandung wurden daraufhin Schritt um Schritt weiter verschoben und 1974 endgültig abgesagt.